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Community-Richtlinien

Stand 2026-09-28

Campou ist der Ort für deinen Campus. Damit das funktioniert, gelten ein paar Regeln. Sie sind kurz gehalten, weil niemand lange Listen liest — und ausdrücklich so formuliert, dass klar ist, was passiert, wenn man sie bricht.

Sei anständig

Keine Belästigung, kein Mobbing, keine Hassrede, keine Bedrohungen. Niemand wird hier für seine Herkunft, sein Geschlecht, seine Religion, eine Behinderung oder seine sexuelle Identität angegangen.

Halte dich ans Gesetz

Keine rechtswidrigen Inhalte. Keine sexuellen Darstellungen Minderjähriger — solche Inhalte melden wir den Behörden und sperren das Konto sofort und dauerhaft. Keine Aufrufe zu Straftaten, keine Verherrlichung von Gewalt.

Respektiere die Privatsphäre anderer

Veröffentliche keine personenbezogenen Daten anderer ohne deren Einverständnis — weder Adressen und Telefonnummern noch Screenshots privater Chats. Fotos, auf denen andere erkennbar sind, lädst du nur mit deren Einverständnis hoch.

Das gilt auch für Lehrende: Sachliche Angaben zu einer Lehrveranstaltung sind in Ordnung, persönliche Angriffe nicht.

Kein Spam, kein Betrug

Keine Massenwerbung, keine Kettennachrichten, keine gefälschten Angebote im Marktplatz, keine Weiterverkaufsmaschen. Gib dich nicht als jemand anderes oder als offizielle Stelle aus.

Sag, wenn es Werbung ist

Wirst du für einen Beitrag bezahlt — mit Geld, Ware, Rabatt oder einer anderen Gegenleistung — oder wirbst du für dein eigenes Unternehmen, dann setze im Beitragsfenster den Schalter „Werbung oder bezahlte Kooperation". Der Beitrag trägt dann sichtbar das Wort „Anzeige". Das ist keine Höflichkeit, sondern Gesetz (§ 5a Abs. 4 UWG), und es trifft dich, nicht uns. Ein erkennbar bezahlter Beitrag ohne dieses Etikett wird auf Meldung hin entfernt. Deine Kleinanzeige im Marktplatz ist damit nicht gemeint.

Wofür auch mit Kennzeichnung nicht geworben wird

Ein Etikett macht Werbung erkennbar, nicht zulässig. Hier ist ab 16 Jahren jemand dabei, und wir prüfen kein Alter nach. Deshalb: keine Werbung für Alkohol, Tabak, Vapes und Nikotinbeutel, für Glücksspiel und Sportwetten, für Kredite, Krypto und Geldanlagen, für verschreibungspflichtige Mittel und für Erwachseneninhalte. Eine Einladung zur Party ist keine Alkoholwerbung — gemeint ist bezahlte Werbung für das Produkt.

Sag, wenn eine Maschine geschrieben hat

Für Texte, Bilder, Videos und Ton aus einem KI-System gibt es den Schalter „Mit KI erstellt". Nach diesen Regeln verpflichtend ist er bei Bildern, Videos und Tonaufnahmen, die echte Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt darstellen — und bei Texten zu Dingen von öffentlichem Interesse, etwa Hochschulpolitik oder einer Fachschaftswahl. Sonst ist der Schalter freiwillig, und wir freuen uns, wenn du ihn nutzt.

Das Gesetz verlangt die Offenlegung nur von denen, die ein KI-System beruflich oder geschäftlich einsetzen (Art. 50 Abs. 4 KI-Verordnung; wer es „im Rahmen einer persönlichen und nicht beruflichen Tätigkeit" nutzt, ist nach Art. 3 Nr. 4 ausdrücklich ausgenommen). Für deinen privaten Beitrag gilt sie also meist nicht. Wir verlangen die Kennzeichnung in den beiden Fällen oben trotzdem — nicht weil ein Gesetz uns dazu zwingt, sondern weil ein täuschend echtes Bild einer realen Person auf deinem Campus dieselbe Wirkung hat, egal aus welchem Anlass es entstand. Am Inhalt selbst ändert die Kennzeichnung nichts: Für das, was da steht, stehst du gerade — auch wenn eine Maschine es geschrieben hat.

Was nie geht, mit oder ohne Kennzeichnung: jemanden mit KI-Mitteln in eine Situation setzen, in der er nie war, insbesondere in eine sexualisierte oder erniedrigende. Das ist kein Kennzeichnungsproblem, sondern ein Grund für eine Sperre.

Wir setzen keine automatische KI-Erkennung ein. Die verfügbaren Verfahren liegen zu oft falsch, und eine Sperre auf Verdacht wäre schlimmer als ein ungekennzeichneter Beitrag.

Sei du selbst

Ein persönliches Konto pro Person, mit der eigenen Hochschul-E-Mail-Adresse. Keine Zweitkonten, um Sperren zu umgehen.

Fachschaften, Hochschulgruppen, Vereine und Einrichtungen können daneben ein eigenes Konto für die Gruppe bekommen — mit benannter verantwortlicher Person, die dafür einsteht. Das ist kein Zweitkonto: Es gehört der Gruppe, nicht dir, und dein persönliches Konto behältst du daneben. Einzelheiten in Abschnitt 2a der Nutzungsbedingungen.

Campou steht ab 16 Jahren offen. Drei Funktionen bleiben bis 18 gesperrt, weil sie ein höheres Risiko tragen: anonyme Chats, die Anzeige „Wer hat dein Profil angesehen" und das Amt der Campus-Vertretung. Die Sperre wirkt auf Datenbankebene — sie lässt sich nicht umgehen, indem man in der App etwas anderes einstellt.

Im Board gelten dieselben Regeln

Auf manchen Campus gibt es ein Board, auf dem Beiträge unter einem Pseudonym stehen. Kein Name heißt nicht: keine Regeln. Alles auf dieser Seite gilt dort genauso — kein Mobbing, keine Hassrede, keine personenbezogenen Daten anderer, kein Spam.

Und es ist nur nach außen anonym. Jeder Beitrag ist bei uns deinem Konto zugeordnet, damit Meldungen verfolgt werden können. Das Pseudonym wird für jeden Beitrag neu gebildet; es verbindet deine Beiträge also nicht miteinander. Wer meint, hinter einem Pseudonym sei alles erlaubt, irrt sich in beide Richtungen.

An jedem fremden Beitrag steht ein Melden-Knopf; wir gehen jeder Meldung nach. Beiträge verschwinden nach 90 Tagen von selbst.

Bei Prüfungen: keine Täuschung

Kein Handel mit Prüfungsleistungen, keine Weitergabe von Klausuraufgaben während einer laufenden Prüfung, kein Anbieten von Ghostwriting. Das kann für alle Beteiligten prüfungsrechtliche Folgen haben.

Urheberrecht

Lade nur hoch, woran du die Rechte hast. Skripte, Lehrbücher und Folien sind urheberrechtlich geschützt — auch dann, wenn sie in deinem Semester kursieren.

Wohnen: erst sehen, dann zahlen

Überweise niemals Kaution oder Miete, bevor du die Wohnung gesehen hast — Vorkassebetrug ist bei studentischem Wohnraum das häufigste Muster. Wohnraum gegen Gegenleistungen anderer Art als Miete anzubieten ist verboten und führt zur Sperrung.

Marktplatz: was nicht angeboten wird

Der Marktplatz ist für Studialltag gedacht — Bücher, Möbel, Technik, Zimmer. Fahrten vermittelt Campou nicht — auch nicht über die Kategorie „Sonstiges“, den Aushang oder eine Nachricht. Nicht angeboten werden dürfen unter anderem Waffen, Drogen und Arzneimittel, Alkohol und Tabak, gestohlene oder gefälschte Ware, Prüfungsleistungen und Ghostwriting, Tiere, Konten und Zugangsdaten, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte sowie sexuelle Dienstleistungen. Die vollständige Aufzählung steht in Abschnitt 5 der Nutzungsbedingungen.

Gib beim Einstellen ehrlich an, ob du privat oder gewerblich verkaufst. Wer regelmäßig oder mit Gewinnabsicht anbietet, ist gewerblich — für Käuferinnen und Käufer macht das einen echten Unterschied bei Gewährleistung und Widerruf.

Wer hier welche Rolle hat

Die Moderation entscheidet über Meldungen, entfernt Inhalte und schränkt Konten ein. Diese Rolle wird gesondert vergeben und trägt die Pflichten aus dem Digital Services Act.

Die Campus-Vertretung ist etwas anderes: Sie trägt ein Abzeichen und kann auf ihrem Campus eine einzige Ankündigung oben als Aushang anpinnen. Über Meldungen entscheidet sie nicht, sie kann nichts entfernen und niemanden sperren. Das Amt ist auf Zeit vergeben und läuft von selbst ab. Die Moderation kann den Aushang abnehmen, und wer eine angepinnte Ankündigung nachträglich ändert, verliert den Platz automatisch.

Offizielle Konten der Hochschule tragen einen blauen Haken. Er ist nicht dasselbe wie das Abzeichen der Campus-Vertretung, das bernsteinfarben ist.

Melden

Verstößt etwas gegen diese Regeln, nutze Melden beim Beitrag, Profil oder in der Nachricht. Wähle eine Kategorie und schreib kurz dazu, was nicht in Ordnung ist — je konkreter, desto schneller können wir handeln. Wir bestätigen den Eingang unverzüglich, prüfen die Meldung und teilen dir mit, wie wir entschieden haben und warum.

Wenn du es nicht mehr sehen kannst. Manchmal ist der Inhalt für dich verschwunden, obwohl er für andere weiter da ist — weil die betreffende Person dich blockiert hat, weil du aus einer Gruppe entfernt wurdest oder weil eine Story abgelaufen ist. Dann fehlt dir der Melden-Knopf, nicht die Möglichkeit: Schreib an melden@campounet.com und beschreib, worum es ging. Wir sehen den Inhalt und gehen der Meldung genauso nach.

Auch ohne Konto: Wer die App nicht nutzt, kann Inhalte an melden@campounet.com melden. Wie eine Meldung aussehen sollte, steht auf campounet.com/melden.

Anbieterunabhängige Meldestellen. Du kannst dich immer auch an eine Stelle wenden, die nicht zu uns gehört — zusätzlich, nicht ersatzweise:

Eine Meldung dort ersetzt die Meldung bei uns nicht, und umgekehrt: Wir gehen jeder Meldung nach, die uns erreicht — unabhängig davon, ob du sie zusätzlich an eine andere Stelle gerichtet hast.

Was ein Mensch entscheidet — und was automatisch passiert

Über jede Meldung entscheidet ein Mensch. Kein Programm entfernt einen Beitrag, verwarnt oder sperrt ein Konto. Auch Widersprüche prüft ein Mensch.

Daneben gibt es Regeln, die ohne Zutun greifen. Wir nennen sie hier, damit niemand sie für eine Entscheidung gegen sich hält:

Was passiert bei einem Verstoß

Je nach Schwere: Inhalt entfernen, Verwarnung, zeitweise Einschränkung oder Sperrung des Kontos.

Vor einer Sperre wirst du gehört. Wollen wir dein Konto sperren, sagen wir dir das vorher, nennen den Grund und geben dir sieben Tage für eine Antwort. Erst danach entscheiden wir — und zwar neu, nicht bloß bestätigend. Nur wenn ein ernster Schaden droht, der sich nicht abwarten lässt, sperren wir vorläufig sofort und holen die Anhörung unverzüglich nach; bestätigt sie sich nicht, wird die Sperre aufgehoben. Einzelne Inhalte entfernen wir dagegen sofort und begründen es dir danach. Einzelheiten in Abschnitt 9 der Nutzungsbedingungen.

Du erfährst immer, was entfernt wurde und warum — und du kannst in der App widersprechen. Du findest beides unter Einstellungen → Meine Entscheidungen. Dort steht auch, ob die Sache auf eine Meldung hin oder aus eigener Prüfung kam und ob automatisierte Mittel beteiligt waren.

Der Widerspruch steht dir gegen jede Entscheidung offen, nicht nur gegen eine Sperre, und er kostet nichts. Zeit hast du dafür mindestens sechs Monate ab unserer Mitteilung — auch dann, wenn die Maßnahme längst abgelaufen ist. Pro Entscheidung läuft ein Widerspruch zur Zeit. Geprüft wird er von einem Menschen, der die ursprüngliche Entscheidung nicht getroffen hat. Kommst du nicht an die App, weil dein Konto gesperrt ist, schreib an melden@campounet.com.

Der Weg zu den ordentlichen Gerichten bleibt dir daneben immer offen. Eine außergerichtliche Streitbeilegung nach Art. 21 DSA bieten wir nicht an — dazu sind wir als Kleinstunternehmen nicht verpflichtet, und wir haben keine Stelle dafür benannt.

Eine zeitweise Einschränkung hat immer ein Enddatum, das in der Begründung steht.

Wenn es ernst ist

Geht es um eine akute Gefahr, ruf zuerst an: 112 bei medizinischen Notfällen und bei Lebensgefahr, 110 bei Bedrohung, Gewalt oder einer Straftat. Beide sind kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.

Bei psychischen Krisen ist die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym. Wer lieber schreibt als spricht: Dieselbe Stelle berät auch im Chat und per Mail — online.telefonseelsorge.de. Wer noch keine 18 ist, erreicht die Nummer gegen Kummer unter 116 111. Außerhalb Deutschlands führt 116 123 in vielen Ländern der EU zu einer Telefonseelsorge in der Landessprache.

Wenn ein Bild von dir ohne deine Zustimmung verbreitet wird — ob echt oder gefälscht — bist du nicht allein damit, und du musst nicht warten, bis wir es entfernt haben:

Bei sexualisierter Gewalt, Belästigung oder Erpressung mit Nacktaufnahmen: Hilfetelefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 · Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 116 016 · Männerhilfetelefon 0800 123 9900.

Fast jede Hochschule hat außerdem eine psychologische Beratungsstelle, meist beim Studierendenwerk und kostenlos für Studierende. Sie ist der kürzeste Weg, wenn es um Prüfungs- angst, Überforderung oder Einsamkeit geht — such auf der Seite deiner Hochschule nach „psychologische Beratung" oder „Studienberatung".